5 Regeln für die Pflanzplanung nach Wuchshöhen
Die biologische Schicht besteht aus porösen Ringen, Kugeln, Keramik oder Sintermaterial. Sie beherbergt die Bakterien, die Ammonium und Nitrit in Nitrat umwandeln. Diese Schicht darf niemals mit Leitungswasser oder gar mit Seife gereinigt werden. Spüle sie höchstens alle sechs bis zwölf Monate vorsichtig in abgestandenem Aquariumwasser, und zwar nur dann, wenn der Durchfluss deutlich nachlässt. Ein häufiger Fehler ist, das biologische Material zusammen mit den Schwämmen unter dem Hahn abzuspülen. Das tötet die Bakterienkultur und führt zu einem Nitritanstieg in den folgenden Tagen.
Die grobe Schicht besteht aus Schaumstoff, Vlies oder groben Schwämmen mit weiten Poren. Sie hält Blätter, Futterreste und groben Schlamm zurück. Diese Schicht muss am häufigsten gereinigt werden, weil sie sich am schnellsten zusetzt. Spüle sie alle zwei bis vier Wochen in lauwarmem Wasser aus, das keine Chlorzusätze enthält. Wringe den Schwamm nicht aggressiv aus, sondern drücke ihn nur leicht zusammen, damit die Struktur erhalten bleibt. Ein typischer Fehler ist, die grobe Schicht erst dann zu säubern, wenn das Wasser bereits über den Rand läuft.
Ein häufiger Fehler ist die Haltung eines einzelnen Paares in einem kleinen, kahlen Becken. Das Weibchen hat dann keine Rückzugsmöglichkeit, wird dauerhaft bedrängt und verendet nach wenigen Wochen. Besser sind Gruppen mit einem Männchen und zwei bis drei Weibchen oder ein Becken mit dichter Bepflanzung, Wurzeln und Verstecken aus Tonröhren. Schwimmpflanzen an der Oberfläche dämpfen zudem das Licht und geben den Tieren Deckung von oben.
Abstand halten: der Fehler, der später teuer wi
Die Besatzdichte gibt an, wie viele Tiere oder Pflanzen sich eine bestimmte Fläche oder ein bestimmtes Volumen teilen. In der Praxis wird sie meist über eine Faustformel geschätzt: Fläche geteilt durch den Platzbedarf eines einzelnen Individuums. Wer diese Formel stumpf anwendet, kommt fast immer auf einen Wert, der zu großzügig ist. Der Grund liegt nicht in der Mathematik, sondern in den Annahmen, die in die Formel einfließen.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Ignorieren von Wachstum. Wer Jungtiere einsetzt und mit deren aktuellem Platzbedarf rechnet, übersieht, dass sich der Bedarf innerhalb weniger Monate verdoppeln oder verdreifachen kann. Die Formel wird einmal angewendet und dann nicht mehr überprüft. Wer regelmäßig nachrechnet, stellt oft fest, dass die ursprüngliche Zahl längst nicht mehr passt. Auch saisonale Effekte werden unterschätzt: In Hitzeperioden oder während der Brutzeit steigt der Stress und damit der effektive Platzbedarf.
Neben den Wasserwerten spielen auch Stressfaktoren eine Rolle. Dazu gehören starke Schwankungen des pH-Werts, zu hohe Nitratwerte oder eine unpassende Vergesellschaftung mit Fischen, die die Garnelen bedrängen. Besonders in der Häutungsphase brauchen die Tiere Rückzugsmöglichkeiten, etwa dichte Bepflanzung oder Mooskugeln. Wer neu einrichtet, sollte zudem darauf achten, dass Verstecke nicht verstopfen und die Strömung nicht zu stark ist. Ein regelmäßiger Blick auf die Tiere und die alte Hülle zeigt schnell, ob die Häutung erfolgreich war. Bei wiederholten Problemen lohnt es sich, die Wasserwerte über mehrere Tage zu protokollieren, um Muster zu erkennen.
Fein und biologisch brauchen unterschiedliche Pflege Die feine Schicht, oft aus feinporigem Schaum, Filterwatte oder speziellen Matten, entfernt Schwebstoffe und Trübstoffe. Sie setzt sich langsamer zu als die grobe Stufe, verstopft aber schneller, wenn davor kein grober Vorfilter liegt. Reinige sie alle vier bis acht Wochen, je nach Besatz und Fütterung. Tausche Filterwatte nicht komplett aus, sondern spüle sie aus und ersetze nur den stark verschlammten Teil. Wer die feine Schicht jede Woche schrubbt, entfernt damit auch nützliche Bakterienkolonien, die sich dort angesiedelt haben.
Ein Filter arbeitet nur dann zuverlässig, wenn die Medien in der richtigen Reihenfolge liegen und jede Schicht ihre Aufgabe behält. Wer grob, fein und biologisch vertauscht oder alles gleich behandelt, zerstört entweder den Durchfluss oder die biologische Reinigungsleistung. Die Grundregel lautet: Das Wasser durchläuft zuerst die grobe Stufe, danach die feine, und zuletzt die biologische Zone.
Der Hintergrund beginnt bei etwa 80 Zentimetern und ist nach oben offen. Hier stehen hohe Stauden, Gräser, Sträucher. Sie müssen nicht nur hoch, sondern auch standfest sein. Pflanzen, die umfallen, zerstören die gesamte Staffelung. Deshalb: Standort prüfen, ob Wind angreift, und gegebenenfalls auf kompaktere Sorten zurückgreifen. Ein weiterer Fehler: Im Hintergrund werden Pflanzen gewählt, die im Winter völlig zusammenbrechen. Dann fehlt die Struktur. Immergrüne oder solche mit stabilen Samenständen einplanen.
Wann eine Häutung zum Problem wird Probleme zeigen sich auf verschiedene Weise. Häutet sich eine Garnele unvollständig, bleibt ein Teil der alten Hülle am Körper hängen, meist an den Beinen oder am Rücken. Solche Tiere wirken eingerollt, bewegen sich schwerfällig oder bleiben regungslos. Eine weitere Warnung ist, wenn Häutungen ungewöhnlich häufig auftreten, ohne dass die Tiere wachsen. Das deutet auf Stress hin, etwa durch falsche Wasserwerte oder plötzliche Temperaturschwankungen. Auch ein plötzlicher Rückzug aller Garnelen nach einer Häutung kann ein Zeichen dafür sein, dass im Becken etwas nicht stimmt.